Sicherheit ist im Straßenverkehr einer der wichtigsten Faktoren. Vor allem die E-Bike Bremsen haben besondere Anforderungen zu erfüllen. Erfahre im Folgenden, worauf hierbei zu achten ist.

Was ist bei E-Bike Bremsen wichtig?

Das E-Bike ist mittlerweile kein Rentnerrad mehr. Immer mehr junge Fahrer nutzen das Fahrrad mit elektrischer Unterstützung. Durch die hohen Geschwindigkeiten, die du auf diesem Rad erreichen kannst, sind die Ansprüche an die Sicherheit höher. Die Beschleunigung ist schneller und auch weniger sportliche Fahrer sind auf diesen Bikes dynamisch unterwegs. Das führt aber auch zu einer höheren Anforderung an die Bremskraft des Modells.

Diese Bremsleistung kannst du nicht allein aufbringen. Dazu kommt die Tatsache, dass die E-Bike Teile schwerer sind als die eines normalen Fahrrads und natürlich noch das zusätzlich Gewicht des Akkus tragen. Dieses höhere Gewicht erschwert das Abbremsen und belastet den Bremsbelag entsprechend. Daher müssen die Pedelec Bremsen auf diese Art von Belastung ausgelegt sein. Außerdem ist das Pedelec längst nicht mehr nur für die Straße geeignet. Das E-Mountainbike (E-MTB) ist auf ein besonders robustes Bremssystem angewiesen. Darauf haben die Hersteller mit einer großen Auswahl an Bremssystemen reagiert. Vorschrift in Deutschland ist, dass das Bike zwei unabhängig voneinander funktionierende Brems-Systeme hat. Dies können eine Rücktrittbremse und eine Vorderradbremse sein. Alternativ ist eine Bremse am Vorderrad und eine am Hinterrad. Beide musst du regelmäßig kontrollieren und bei nachlassender Bremsleistung sofort warten lassen.

Was für Bremsen sind für das E-Bike erhältlich?

Wer sich ein E-Bike zulegt, der nutzt in der Regel erst einmal die bereits verbaute Bremse. Bist du aber unzufrieden mit der Leistung, dann ist die Idee eines Umbaus schnell geboren. Für das Pedelec gibt es eine Reihe von möglichen Bremsen:

  • Felgenbremse: Sogenannte V-Brakes bieten eine starke Bremsleistung und ein normales Rad ist durch leichten Zug am Bremshebel schnell zum Stehen gebracht. Wenn du diese Bremse nicht kennst, solltest du dich vorsichtig an diese rantasten, da das Bike sonst schlingert und du stürzen kannst. Seitenzugbremsen, die zu den Felgenbremsen gehören, finden sich fast nur am Rennrad.
  • Hydraulische Felgenbremse: Die Bremskraft überträgt sich über ein hydraulisches System, in diesem Fall den Öldruck. Sie ist besonders wartungsarm und leicht für den Fahrer zu dosieren.
  • Scheibenbremse: Ein Beispiel hierfür ist die Shimano Deore. Die Scheibenbremse gehört zu den Nabenbremsen und wirkt beim Bremsen mit dem Bremsbelag auf die Nabe.

Wichtig ist außerdem der Bremsbelag. Du hast die Wahl zwischen organischen Belägen und metallischen Belägen. Erstere musst du erst durch Hitze einbremsen. Geeignete Bremsbeläge sind beispielsweise: MDR-C, MDR-P oder XTR. Bei der Auswahl ist es wichtig, dass der Belag zu dem Bremshebel passt und dass du die Bremsscheiben an das gesamte System anpasst.

Die Vorteile von Scheibenbremsen für das E-Bike

Die Scheibenbremse ist besonders für das E-Bike geeignet, denn sie zeigt auch bei einem hohen Gewicht eine sehr gute Bremsleistung. Sie verkraftet die hohen Temperaturen an der Bremsscheibe deutlich besser als beispielsweise die Trommelbremse. Die Scheibenbremse hat aber den Nachteil, dass sie gelegentlich durch Schleifgeräusche auf sich aufmerksam macht. Diesen Nachteil haben Felgenbremsen seltener, diese bringen aber auch eine geringere Bremswirkung mit sich. Du solltest dir daher die verschiedenen Vorteile stets vor Augen halten. Bei der Auswahl ist auch die Belastung wichtig. Gerade wer sehr sportlich unterwegs ist, fährt mit einer Scheibenbremse besonders sicher.

Sicherheit durch ABS

Das E-Bike bietet teilweise ABS. Dieses System verhindert, dass das Vorderrad beim Bremsen wegrutscht. Gerade bei abrupten Bremsmanövern kann dies ansonsten passieren. Die Kontrolle der Bremsanlage muss der Radfahrer aber erst lernen. Gerade für E-Bikes ist das System aber sinnvoll, denn es verhindert ein Blockieren des Rads und bremst dieses gleichzeitig optimal ab. E-Bikes haben starke Bremsen, die die Gefahr des Blockierens naturgemäß erhöhen. Daher wollen immer mehr Hersteller die Fahrräder mit ABS ausstatten und so das Risiko eines Sturzes verhindern. Radfahrer sollten die Nutzung idealerweise auf einem sicheren Platz etwas üben, ehe sie sich in den Straßenverkehr wagen. Nach einer kurzen Gewöhnung sollte die Nutzung aber ganz einfach sein.

Dualer Student und Blogartikel-Schreiber für NewBikez!